#46 Milliarden für Infrastruktur – aber wo bleibt der Bauboom?

Shownotes

🔥 Kurze Zusammenfassung

Warum dauert es in Deutschland so lange, bis eine Brücke oder Straße tatsächlich gebaut wird? Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit OST BAU-Geschäftsführer Henning Klapötke geht es um Planungszeiten, marode Infrastruktur, große Bauprojekte und die Frage, warum die angekündigten Milliarden bislang nicht für den erwarteten Bauboom sorgen.

🔥 In dieser Folge sprechen wir über:

  • Warum das eigentliche Bauen oft schneller geht als Planung und Genehmigung
  • Weshalb zwischen einer ersten Projektidee und der Umsetzung 8 bis 15 Jahre liegen können
  • Warum bei einem aktuellen Projekt sogar rund 20 Jahre zwischen den ersten Ideen und der Umsetzung liegen
  • Wie schwierig es ist, den tatsächlichen Zustand einer Brücke einzuschätzen
  • Was der Einsturz der Carolabrücke für die Bewertung anderer Brücken bedeutet
  • Welche großen Brücken- und Infrastrukturprojekte OST BAU aktuell umsetzt
  • Wie die Behelfsbrücken am Magdeburger Damaschkeplatz so schnell realisiert werden konnten
  • Was eigentlich hinter dem Namen OST BAU steckt
  • Welche Erwartungen die Baubranche mit dem Sondervermögen verbunden hat
  • Warum der erhoffte Schub im Verkehrsinfrastrukturbau aus Hennings Sicht bislang ausbleibt
  • Weshalb vorhandenes Geld nicht automatisch bedeutet, dass sofort mehr gebaut werden kann
  • Wie OST BAU auf das Jahr 2035 blickt – und warum eine immer größere Mitarbeiterzahl gar nicht das entscheidende Ziel ist

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zum zweiten Teil meines Gespräches über Ostbau.

00:00:05: Ich habe hier eine Geschäftsführer da, Henning und im ersten Teil ging es ja um die Entwicklung des Unternehmens.

00:00:10: Sein persönlichen Weg zum Geschäftsführer und darum warum Wachstum vor allem?

00:00:14: Eine Frage der richtigen Menschen ist, ja.

00:00:17: Und falls ihr den Teil nicht gehört oder gesehen hast empfehle ich dir dazu starten aber du kannst auch hier problemlos einfach einsteigen.

00:00:24: jetzt sprechen wir darüber was Ostbau als Arbeitgeber ausmacht warum Bauprojekte teilweise fünfzehn Jahre brauchen und auch etwas mit den Magdeburgern Brücken hier so los es also viel Spaß Metall zwei

00:00:35: Hier gibt es echte Einblicke vom Mittelstand aus Sachsen-Anhalt dem Bundesland mit dem größten Potenzial das sich oft zu wenig zeigt.

00:00:45: Willkommen beim Macher Podcast mit Jan-Christoph Eller.

00:00:49: Ja, also das Benefits und Geld ist nicht das Einzige.

00:00:51: Das ist so... Ich würde auch behaupten, dass, sagen wir mal, Aktivitäten usw.

00:00:57: eine große Rolle spielen.

00:00:58: Und ich habe davor zehn Jahre, haben wir das Prinzip Klassenfahrt entwickelt?

00:01:04: Also wir machen das so, dass wir meistens im September – und ich hab's gerade letzte Woche hinter mir die Kollegen bereichsweise sozusagen einen Ausflug machen!

00:01:16: Dann geht es in den Bus, dann fahren wir irgendwo hin.

00:01:18: Meistens ist eine Besichtigung einer Baustelle dabei.

00:01:20: Es ist auch wichtig dass wir den Kollegen aus dem Büro mal zeigen was unsere Leute auf den Baustellen so leisten jeden Tag und dann wird abends noch ein bisschen gefeiert und nächsten Tag jetzt zurück.

00:01:30: und da sind so ganz markante Momente entstanden bei diesen Klassenfahrten.

00:01:34: und man merkt auch wie die Leute zusammenrücken wenn sie mal so miteinander gefeuert haben.

00:01:39: Man merkt Alltagsprobleme, die man so in seinem Job hat.

00:01:47: Dass sie anders zwischen den Kollegen besprochen werden wenn man mal zusammensessen hat und mal den Mensch hinter dem Ingenieur kennengelernt hat.

00:01:54: Ja also steckt ja hinter jeder Person oder hinter jedem Beruf steckt dann ein Mensch.

00:01:59: Und ich stelle halt fest dass das sehr stark geholfen hat die Leute bisschen mehr zusammen zu bringen.

00:02:05: Das ist überhaupt Die große Herausforderung.

00:02:09: Führung übernimmt, die Menschen zusammenzuführen.

00:02:12: Dass da was Gutes bei rauskommt und nicht jeder irgendwie nur für sich kämpft oder jeder nur an sich denkt diesen Team Gedanken zu prägen das ist schon ein großer Teil der Herausforderungen.

00:02:22: Das klingt auch so wenn du sagst Wenn es ein erfolgreiches Jahr war kriegen alle noch bisschen etwas ab.

00:02:28: Das ist ja auch ein anderes Gefühl dass man dann wenn man da auch profitiert oder nicht?

00:02:33: Ja wobei ich sagen muss ich denke dass wir nicht die einzelnen sind in einer Branche die das machen weil es mittlerweile auch sich so etabliert hat.

00:02:43: Also das ist jetzt mit Sicherheit kein Alleinstellungsmerkmal von uns und ich möchte sagen, also ich glaube wirklich dass das Geld sicherlich ein nettes Bonbon ist aber die Sahnetorte wenigstens mal sozusagen unter der Kirche ist eigentlich eher diese anderen Themen.

00:03:00: Wir haben jetzt zum Beispiel, haben wir ganz aktuell eine Afterwork-Gruppe einrichtet unter Mitarbeitern, die sozusagen mal entwickeln sollen.

00:03:08: Was kann man noch so an Aktivitäten machen außerhalb der Arbeitszeit?

00:03:12: Um sozusagen dieses soziale Miteinander, diese sozialen Kompetenz bisschen zu schärfen.

00:03:17: und dann sind tolle Ideen zustande gekommen Und ich bin da selber auch gar nicht mehr im Mittelpunkt bei diesem.

00:03:23: Ich bin der Meinung dass die Kollegen das unter sich entwickeln müssen und da sind wir erstmal auf einen guten Weg und ich glaube, dass das ganz viel ausmacht ... um für ein gutes Arbeiten.

00:03:34: Man macht das alles unter der Promisse, die Arbeit soll funktionieren, es sollen vernünftige Ergebnisse bei rauskommen und es soll funktionierend.

00:03:43: Und ich denke, dass ist ein wichtiges Parameter dabei.

00:03:48: Okay.

00:03:51: Thema Sport.

00:03:52: also Magdeburg ist eine Sportstadt und gefühlt alle großen Firmen Zahlen ein, zwei Euro um auf gewissen Trikots dabei zu sein oder dass sie in verschiedenen Bereichen im Sport auftauchen sagen wir immer so.

00:04:05: Ihr seid glaube ich auch mit dabei.

00:04:06: was für eine Rolle spielt der Sport bei euch?

00:04:09: Ja wir sind ja seit ganz vielen Jahren jetzt schon beim ersten FC Magdeburg und auch beim SC Magdeborg aktiv.

00:04:16: da sind wir sichtbar.

00:04:17: aber wir machen natürlich auch ganz viel für kleinere Vereine und sponsern mal hier einen Trikot Satz und es hilft natürlich auch immer wenn man mit dem Geschäftsführer Verwandtes.

00:04:27: Da hat ich Sponsorware den Fußballverein von meinem Sohn und ich freue mich immer, wenn wir da zum Spiel sind und die tauchen mit ihren Ostbau-Trikots auf – das ist für mich schon irgendwie was Schönes!

00:04:39: Wo wir natürlich vor allem zu sehen sind, ist beim ersten FC Magdeburg und jetzt neuerdings auch beim SC Magdeburg.

00:04:44: Und wir sagen immer Wir sind eine regionale Firma und wir müssen der Region etwas zurückgeben und ich glaube einfach dass gerade diese beiden Vereine neben den vielen kleinen Vereinen, die es auch gibt und die auch mit Sicherheit eine große Bedeutung haben.

00:04:58: Aber gerade die beiden Leuchttürme will ich mal sagen dass das für die Region enorm wichtig ist und da müssen wir unseren Beitrag zu leisten, dass es diese Leuchthürme gibt.

00:05:08: natürlich gibt's sie nicht nur wegen uns aber unter anderem auch neben den vier anderen Partnern die sie haben.

00:05:17: Und ich sage immer, wenn der FC Magdeburg gewinnt am Wochenende, dann gehen dreißigtausend Leute glücklich nach Hause.

00:05:24: Möglicherweise mit dem Glückstil viel was sie die ganze Woche noch nicht hatten und allein deswegen ist das total wichtig dass es diesen Club gibt und ich selber bin auch begeisterter Fan von beiden Vereinen.

00:05:34: Ich gehe da auch gerne hin.

00:05:35: für mich ist das eine tolle Beschäftigung am Wochenender und deswegen war das für uns selbstverständlich da etwas zu machen und wir haben das bisher ... auch jedes Jahr noch ein bisschen ausbauen können, die Partnerschaft bei beiden.

00:05:49: Und das... Mal schauen wo die Reise dahin geht?

00:05:52: Ist das jetzt nur... Also ist das für euch irgendwie messbar?

00:05:54: Kriegt ihr da was zurück oder macht ihr das und sagt ja also es ist ja klar dass euch viele Leute sehen.

00:05:59: aber ist so eine Maßnahme für euch messbar?

00:06:01: weil das ist immer so eine typische Marketingfrage und da bin ich mal so

00:06:06: da in der Sicht interessiert.

00:06:06: Im

00:06:06: Marketing ist ganz wenig messbar finde ich.

00:06:08: Ganz schwierig was sowas betrifft.

00:06:12: Wir nutzen ja vor allem unsere Tickets, die wir dort bei den Clubs haben auch wieder um sie den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben.

00:06:19: Dort mal hinzugehen und ich weiß dass das für viele Kollegen ein riesen Glück ist mit so einer Karte beim FCM dann noch im Stadion zu sein und auch beim SCM aber messbar.

00:06:35: sicherlich ist es was Besonderes für den Mitarbeiter, wenn er in einer Firma arbeitet die solche Tickets zur Verfügung stellen.

00:06:42: Aber dass ich jetzt sage deswegen haben wir jetzt fünf Prozent weniger Fluktuation oder irgend sowas.

00:06:47: das könnte ich jetzt nicht.

00:06:50: Nein aber weiß ja nicht ob sich da Leute auch immer noch mal zurück melden und sagen Mensch wir haben euch überall gesehen an der Baustelle und da im Stadion und im Fernseher.

00:06:57: und

00:06:58: also ich sag mal so Ostbau.

00:06:59: als ich vor zwölf Jahren anfing konnte man Ostbau nach Stadt nur sehen am Briefkasten ... unten im Kleinschild an der Tor-Einfahrt bei Steilbar Magdeburg, weil wir dort eine Büroetage gemietet hatten.

00:07:12: Also insofern hat sich die Sichtbarkeit als Firma und damit auch als Arbeitgeber schon sehr steigert.

00:07:18: Das war auch das Ziel, dass wir bekannter werden in einer Firma.

00:07:22: Wir hatte dann eine ganz markante Begegnung auf Privat, auf einer Feier.

00:07:26: Da sagte jemand ja ist in Halberstadt bei einer anderen Baufirma und macht da dualer Studenten und ich habe zu ihm gesagt warum kommst du nicht zur Ostbau?

00:07:35: Und er sagte zu wem?

00:07:37: Das war für mich so ein Alarm, so einen Wegruf.

00:07:40: Dass sozusagen selbst Studenten in dieser Stadt uns nicht kennen und dann haben wir angefangen daran zu arbeiten dass wir zumindest bekannter sind und ich denke das ist uns mittlerweile ganz gut gelungen.

00:07:50: Ja das denke auch wenn man ... übers Bauen, so jetzt mit irgendwie Leuten auf der Straße spricht oder so.

00:08:00: Oder auch ein paar Sachen mitverfolgt in den Medien dann heißt es immer... Es dauert lange.

00:08:06: und da ist meine Frage einfach mal warum dauert Bauen so lange?

00:08:11: Und warum ist das dann auch so kompliziert mit Bürokratie-Genehmigung und sowas?

00:08:17: Oder sagst du, das ist einfach ... Du hast deine Leute und es ist einfach easygoing.

00:08:22: Das wird zwar in den Medien so erzählt aber wie ist da deinem ... Was?

00:08:26: Du erlebstest ja jeden Tag!

00:08:28: Also tatsächlich kommen wir ja immer erst zum Zuge wenn der größte Teil der Wegstrecke erledigt ist bei so einem Bauprojekt.

00:08:36: Ja also eh dann sozusagen die sogenannten Ausschreibungen auf dem Markt kommen... Dann ist ja noch mal achtzig Prozent der Zeit vorbei Von der Idee des Bauprojektes über die Entwurfvorplanungen bis hin zur Genehmigung usw.

00:08:52: Das ist ja das, was die meiste Zeit braucht und es ist natürlich auch an dieser Stelle eine Demokratie.

00:09:00: Teilweise sind unsere Auftraggeber verpflichtet die Baupläne auszulegen um den Bürgern die Möglichkeit zu geben reinzuschauen und auch Anmerkungen oder Eingaben zu machen.

00:09:11: und für mich ein ganz normaler Prozess dass das so lange dauert, dann insofern natürlich ist es wie alles.

00:09:21: Der Mensch kann scheinbar immer nur einen extremen ja.

00:09:24: also wenn's zu schnell geht ist es nicht gut und irgendwann entwickelt sich das daraus eine Eigendynamik, dass die Parameter diesen Bauprojekt erfüllen muss immer mehr werden und damit dauert der Genehmigungsprozess auch immer länger weil auch immer mehr Leute mitreden ob das Vorhaben genehmigungspfähig oder nicht.

00:09:45: Und das ist natürlich, dann kann ich mir gut vorstellen für den einzelnen Vorhabensträger.

00:09:49: Dann auch kann es frustrierend sein und wobei wir als Baufirma ja diesen Prozess nur immer so am Rande mitbekommen weil wie gesagt erst zum Tragen kommen wenn eigentlich dass alles mehr durch ist, weil das Bauen auch wenn das der eine oder andere vielleicht anders wahrnimmt geht dann immer noch verhältnismäßig schnell im Vergleich zum Planen.

00:10:11: Was heißt denn das?

00:10:12: Was ist ein Zeitraum, wenn ihr da jetzt eine Brücke oder ein anderes Projekt baut bis das fertig ist.

00:10:18: Wenn ihr da mit den Maschinen kommt und bisher wieder abrückt quasi?

00:10:23: Also wir haben einen Projekt im Auftrag.

00:10:27: Da waren in dem Jahr die ersten Ideen dazu.

00:10:31: Also ungefähr zwanzig Jahre.

00:10:36: Für mich subjektiv ist es eigentlich zu lang.

00:10:41: Aber die Regel, ich glaube das nicht dass es die Regel ist.

00:10:43: Ich glaube dass so die Zeiträume zwischen acht und fünfzehn Jahren doch durchaus normal sind bis zu ein Bauprojekt von der Idee bis zur Realisierung bis zum Bauen dann vollzogen sind.

00:10:58: Und ja also woanders liegt Das ist schwer zu sagen.

00:11:05: Also weil einfach viele viele viele Leute mitreden bevor so ein Projekt realisierbar ist Und das dauert halt seine Zeit dann auch.

00:11:15: Ja, heißt dass es jetzt achtzehn Jahre dauert bis die Brücken in Magdeburg wieder stehen ungefähr?

00:11:26: Also ich kenne Terminpläne, die glaube ich bis fünfunddreißig gehen bzw wofünfund dreißig dann irgendwie die letzten Brücken.

00:11:36: allerdings bin ich da nicht auf dem aktuellen Stand.

00:11:41: Bei Brücken hat man ja immer noch das Thema, dass man auch mit anderen Vorhabensträgern sozusagen reden muss.

00:11:48: wenn wir jetzt an die Brücke über die Sud-Morawune denken.

00:11:52: Die kreuzt ja die deutsche Bahn und ich weiß, dass diese Abstimmung auch mal ganz besonders lange dauern weil die Bahn sehr langfristig plant teilweise zwei drei vier Jahre voraus auch was ihre Fahrpläne betrifft und da muss man sich an diese sogenannten Sperrpausen einsortieren.

00:12:07: Das ist, glaube ich für die Kollegen von der Stadt dann auch nicht immer ganz einfach sozusagen das darauf abzustimmen.

00:12:16: Und das kann natürlich länger dauern.

00:12:19: aber... Wie lange das jetzt dauert?

00:12:21: Da musst du ein Podcast mit anderen Leuten machen.

00:12:24: Naja, alles gut ist auch gut dass du mir da den Ball zurückwerfst aber das waren ja schon mal spannere Insights als ich sie gerade bekommen kann.

00:12:33: Eine Frage will ich noch dazu stellen.

00:12:34: vielleicht weißt du das auch gar nicht Aber die was ich in dem Medien mitbekommen habe ist mit den Brücken plötzlich Das ist ja in, war das jetzt Dresden?

00:12:44: Da ist die Brücke zusammengekracht und dann wurde das bei uns geprüft.

00:12:47: Wir haben gesagt, oh, die sperren wir sofort!

00:12:49: Dann haben sie die nächste Nummer geprüfte und gesagt hier sperren weh auch.

00:12:53: Dann wurden die ganz schnell abgerissen.

00:12:54: Jetzt haben wir diese Behelfsbrücken.

00:12:56: hat er die also wenn sowas passiert hatte einfach ich sag mal die Stadt ihren Job nicht gemacht?

00:13:01: hätten die das kontrollieren müssen?

00:13:02: oder ist es auch wirklich super schwer... Also ich meine in der Brücke reingucken geht ja auch nur begrenzt Ist es auch super schwer das gut einzuschätzen.

00:13:12: Ich würde letztes sagen, es ist super schwer das einzuschätzen.

00:13:16: und bei der Karola Brücke da sind ja so innerte Spannbetonbrücken.

00:13:20: Da liegt ja sozusagen das Traglitiv im Beton drinne.

00:13:24: Das heißt man geht nicht an die Brücke vorbei und sieht ob sie noch hält sondern man muss da sehr aufwenden hier Prüfer fahren, aufwänden um zu schauen ob das noch funktioniert.

00:13:31: Und Brücken werden ja auch regelmäßig geprüft.

00:13:34: Ja und irgendwann kommt halt der Punkt wo dann und das mache ich immer Sachverständige sozusagen die eine spezielle Ausbildung haben müssen Und irgendwann kommt dann halt auch der Punkt, wo man sagt ich kann das jetzt nicht mehr vertreten.

00:13:46: Ja und die Karola Brücker war da sicherlich ein ganz großes Negativbeispiel, wo mal gesagt hat also wir müssen jetzt vielleicht vorsichtig sein in der Bewertung unserer Brücken und insofern ist es dann auch nachvollziehbar dass das denn von jetzt auf gleich so geht.

00:13:59: und Es gäbe ja nichts Schlimmeres Wie wenn man wie wird das in Italien gesehen habe eine brücke unter laufende Betrieb zusammenbricht und dann noch Menschen ums Leben kommen.

00:14:09: und Insofern kann man aus meiner Sicht Sollte man da niemandem Vorwurf machen.

00:14:14: Es ist immer eine Einschätzungsfrage, ob ein Wutkel noch funktioniert oder nicht anhand gewisser Parameter und dafür sind die Sachverständigen da und wenn sie das dann so einschätzen, dann ist es auch so.

00:14:26: Ja, ja, ist ja auch eher gut, der nochmal ein Tick vorsichtiger zu sein sozusagen vielleicht hält sich noch aber das reicht uns nicht.

00:14:34: Und für uns als Baufirma ist natürlich gut ... wenn Rücken erneuert werden müssen.

00:14:38: Also da haben wir erst mal grundsätzlich nichts dagegen.

00:14:41: Nee, ich hoffe nicht!

00:14:42: Deswegen vielleicht kriegt es ja dann auch ein bisschen schneller hin... Was sind andere jetzt Projekte wo du sagst die haben wir gebaut?

00:14:54: Die kennt irgendwie jeder oder viele.

00:14:56: das sind irgendwie so Aushängeschilder.

00:14:58: Da sind wir stolz drauf.

00:14:59: Da haben wir richtig was geleistet mit dem Team.

00:15:03: Ja, da gibt's bestimmt einige.

00:15:06: also Wir haben unser größtes Projekt, unser größeres Brückenbau-Projekt.

00:15:12: derzeit ist eine Autobahnbrücke westlich von Wolfsburg auf der A-R-A-Dreißig.

00:15:18: Das ist auch ein Projekt muss man sagen das hat Ostbau in dieser Größe noch nie vorher gebaut.

00:15:24: Das is so ne gutes Beispiel wo man sagen muss da muss man mit einer Jurgenportion Mut rangehen um sich zuzutrauen.

00:15:33: aber man kann sagen also wir sind nur fast mit der Hälfte rum.

00:15:37: Also die eine Brücke sind zwei Richtungsfahrbahn, die eine Richtung Fahrbahn ist nur fast fertig und bisher zeigt sich das wird da eigentlich ganz gut zurechtkommen was auch aus meiner Sicht trotzdem für die Magdeburger ein schönes Projekt war oder dass die Damasch die Behäßbrücken am Damascheplatz zu schnell aufgebaut wurden dann waren wir ja auch beteiligt dran.

00:15:57: Das war aus meiner Sicht auch gemeinsam mit der Stadt eine tolle Projektführung, dass wir das so schnell hingekriegt haben.

00:16:02: Das wäre unter den normalen Prozessen die in Deutschland zu herrschen also kaum möglich gewesen.

00:16:08: Da gehört dann noch viel Vertrauen dazu und in Magdeburg waren wir ja auch an der Sanierung der Strombrücke über die Elbe beteiligt.

00:16:17: Auch ein ganz tolles Projekt.

00:16:21: Technisch know-how, was erforderlich ist.

00:16:22: Damit man das gut hinkriegt alles mehr oder weniger unter Betrieb.

00:16:25: also unter der Brücke wurde ja weiterhin gefahren und ... Das sind so Sachen... Also die vergisst man halt nicht.

00:16:32: als als Ingenieurbauer Im Tiefbau kann ich sagen dass wir in Halberstadt für Daimler-Benz Die Außenanlagen dort im Auftrag von Goldbeck gebaut haben Auch ein markantes Projekt An das wir uns gerne zurück erinnern.

00:16:47: Insofern gibt es viele viele.

00:16:51: Man macht ja, weiß nicht wie viel Projekte Ostbau ist.

00:16:55: Das haben wir tatsächlich noch nie ausgewertet aber da sind immer tolle Sachen dabei über die man sich dann freut.

00:17:02: Ja das glaube ich auch jetzt über die Länge dieses Unternehm gibt es wahrscheinlich auch gar nicht so einfach zu sagen.

00:17:08: wo sind jetzt die Highlights?

00:17:09: vielleicht?

00:17:12: Aber wie viele Osten steckt denn ein Ostbau drin und was macht das aus?

00:17:18: vielleicht?

00:17:22: Es ist halt eine ostdeutsche Firma.

00:17:24: Wobei für mich dieses Ostdeutsch und Westdeutschs gibt es ja für mich irgendwie gar nicht mehr so richtig, wenn ich jetzt ins Büro gehe denke ich nicht drüber nach.

00:17:32: Jetzt kommt das Büro vom Wessi und dann kommt der Büro von Ossi.

00:17:36: Das ist ja mindestens in meiner Generation und in den Folgeren Nationen ja gar kein Thema mehr.

00:17:45: Ich weiß auch gerade nicht was typisch Ostdeutchen und typische Westdeutes sein soll an dieser Stelle.

00:17:49: Insofern... Kann ich die Frage gar nicht so richtig beantworten, also außer dass wir hier verwurzelt sind.

00:17:56: Damit sind wir erst mal regional in der ostdeutsche Firma.

00:17:59: Ja

00:17:59: Ich weiß das ist der Name nach der Wende wenn wir sozusagen nach Niedersachsen gegangen sind und gebaut haben er so glaube für so ein negatives image eher gesorgt hat.

00:18:08: okay ja Ostbau Aber ich meine Ostbau kommt ihr eigentlich auch nicht aus der Himmelsrichtung sondern aus Osterburger Straßentiefel und Hochbaurien.

00:18:21: Zumindest habe ich mir das sagen lassen, dass sozusagen dieses Kürzel was ja unsere Marke ist sozusagen eher aus dem Namen Osterburg kommt als aus der Himmelsrichtung.

00:18:33: Okay also das war für mich jetzt gerade ein Moment wo ich gedacht habe okay super dass wir hier mal in Ruhe sitzen und drüber sprechen weil ich hab einfach gedacht es hatte irgendwas mit im Osten eine Himmel Richtung zu tun und die Zentrale liegt da in Osterborg.

00:18:45: das macht natürlich auch total viel Sinn.

00:18:48: Ja sehr viel spannend und ihr habt ja noch einen coolen Slogan ne?

00:18:52: ... den ihr immer nutzt.

00:18:54: Wenn's wir können das?

00:18:54: Ja, genau!

00:18:56: Weil alles was du mir erzählt hast ist ja... dass du gesagt hast wie das Team die gucken dann auch selber und so weiter,... da spiegelt sich ja sehr gut wieder in allen Sachen, die...

00:19:06: Ja, das kann man so sagen.

00:19:07: Also ich baupte doch, dass wir... Das was unser Geschäft ist, dass wird es auch können.

00:19:12: also das impliziert nicht, dass alles gelingt aber man kann sagen, das meiste gelingt ihm schon.

00:19:20: Und damit kann man noch sagen Wir können das

00:19:22: Ja, finde ich gut.

00:19:23: Gugut das Slogan!

00:19:27: Wir haben ja auch nochmal geschraubt wie geht's da Baubranche und so was?

00:19:30: Und jetzt ist in der Politik folgendes passiert dass da ein Sondervermögen zugesagt worden ist usw.

00:19:36: Und Infrastruktur Brücken ist ja auch so ein Thema irgendwie.

00:19:40: und da ist meine Frage, seid ihr jetzt vorbereitet auf diesen Boom?

00:19:43: kommt das Sonder-Vermögen überhaupt an oder spielt dieses Sonderfemme eine Rolle bei euch?

00:19:48: vielleicht die bessere Frage.

00:19:50: Also grundsätzlich spielt es eine Rolle weil es ja für uns schon relevant ist, ob der Staat sozusagen die Mittel bereit steht auch weiter zu bauen oder mehr zu bauen als er ursprünglich vor hatte.

00:20:02: Als das Sondervermögen zum ersten Mal durch die Medien geisterte kann ich mich erinnern war die Euphorie auch groß in einer Bauindustrie dass jetzt geht's richtig los so nach dem Motto und natürlich stehen wir auch bereit mehr zu Bauen als vielleicht bisher Und die Kapazitäten wurden dafür ja nicht nur bei uns im Unternehmen, sondern in der ganzen Branche aufgebaut über die letzten Jahre.

00:20:29: und jeder, der weiß wie schwer es ist Baukapazitäten zu finden gerade auch um gewerblichen Bereich.

00:20:37: Der weiß dass man also sehr bestrebt ist keine Mitarbeiter zu verlieren kein guten Mitarbeiter zu verlieren.

00:20:46: Insofern war das Sondervermögen davon schon mit einer Hoffnung verbunden den Mitarbeiterstamm stabil lassen.

00:20:55: Aber es hat sich irgendwie gezeigt, dass der Effekt, den wir uns versprochen haben nicht in dem Maße eingetreten ist wie das vielleicht hätte sein können.

00:21:04: Das wird unterschiedliche Gründe haben und da bin ich jetzt auch kein Politiker um das gut erklären zu können woran das liegt.

00:21:10: aber ich sage mal Sicherlich ist der Bau nicht eingebrochen, man hat die Baunachfrage verhältnismäßig stabil.

00:21:21: Wenn man den Wohnungsbau jetzt mal aus dem Vorlässt, der ja doch sehr starre Verluste hinnehmen musste in einer Nachfrage aber dass man einen Riesen-Schub entwickelt hat durch diese Sondervermögen im Bereich Verkehrsinfrastrukturbau das kann ich irgendwie auch nicht erkennen.

00:21:37: Weil das wäre jetzt genau die Frage gewesen, wenn du sagst es ist stabil und es wurden da ja nicht der Journalist der jetzt auf Reihe hat.

00:21:45: Aber es ging ja um sehr viel Geld waren das Milliarden viele Millionen und Infrastruktur ist ein riesen Thema.

00:21:52: Es gibt auch eine große Anzahl an Brücken, die zumindest Sanierungsbedarf haben.

00:21:57: also ich glaube theoretisch müsste mehr als genug Arbeit da sein.

00:22:00: oder gibt es auch die Chance dass man sagt Es gibt das Sondervermögen, aber Planungsphase kann noch mal zehn, zwanzig Jahre dauern.

00:22:10: Kann es auch einfach noch dauern bis dieser Effekt ankommt?

00:22:12: Weil jetzt erst irgendwie die Planung losgeht oder kommt das Geld einfach nicht an oder muss ich das noch erst zeigen?

00:22:19: Also dass die Verkehrsinfrastruktur einen großen Bedarf hat ist glaube ich unstrittigt.

00:22:25: Das ist ja allgemein bekannt.

00:22:30: Ich denke, dass auch viele Projekte in der Pipeline sind die einfach nicht angeschoben werden weil die Finanzierung nicht klar ist oder nicht gesichert ist.

00:22:38: An dieser Stelle sollte ja das Sondervermögen angreifen.

00:22:41: wie sich das jetzt entwickelt kann ich gar nicht richtig prognostizieren.

00:22:44: also alles was wir aus der Politik so mitbekommen und auch über die Verbände.

00:22:49: es ist so dass dieser Schub der durch das Sondervormögen vielleicht erwartet wurde auch in den nächsten ein, zwei Jahren nicht zu erkennen ist.

00:23:02: Da weiß man nicht, wie sich das politisch alles noch so entwickelt.

00:23:06: aber wir haben ja auch... Ich bin jetzt hier als Vertreter eines Bauunternehmens, es gibt natürlich auf viele andere Bereiche in Deutschland die einen großen Finanzierungsbedarf haben.

00:23:19: Insofern bin ich inneigt dass nicht immer nur durch die Baubrülle zu sehen sondern sagen natürlich wir brauchen auch gute Kindergärten, Feuerwehren etc.

00:23:32: Also das ist ja in gewisser Weise auch Infrastruktur die sozusagen gefördert werden müssen aber aus Sicht eines Verkehrsinfrastruktur-Unternehmens ist es eigentlich zu

00:23:43: wenig.".

00:23:44: Okay, ja das ist doch das noch eine Aussage.

00:23:47: dass würde ich so stehen lassen wenn wir jetzt in die Zukunft gucken.

00:23:51: wie sieht Ostbau in die Zukunft schaust?

00:23:59: Ja, das ist eine gute Frage.

00:24:01: Also ich habe mir nie irgendwelche Benchmarks gesetzt so nach dem Motto In zehn Jahren möchte ich so und so viele Mitarbeiter beschäftigen.

00:24:08: oder wir als Geschäftsführer oder also das machen wir nicht weil das kann man ja in der Form auch nicht planen.

00:24:18: Ich würde mir wünschen dass wir in zehn Jahren mindestens die Stärke und die Größe haben die wir jetzt haben.

00:24:25: Das sollte aus meiner Sicht das Ziel sein, dass wir weiterhin gute Mitarbeiter finden.

00:24:31: Dass wir gute Projekte finden und die Standorte, die wir haben auch weiterentwickeln können.

00:24:38: Und das wäre schon für mich eine tolle Entwicklung, ob die Mitarbeiterzahl der Mehrheit wird oder sich verdreifacht oder verfünffacht.

00:24:45: also das ist für mich jetzt nicht der Maßstab.

00:24:49: Wir wollen solide Weiterwirtschaften, wir wollen nachhaltig stabil und rentabel sein ... eine gute Perspektive.

00:24:57: Okay, finde ich gut, gefällt mir gut!

00:25:01: Gibt es noch irgendwas was du noch loswerden willst?

00:25:04: Zum Ende wo du sagst da habe ich noch gar nicht gefragt das wäre noch ein Thema.

00:25:10: Ehrlich gesagt nein... Es ist ja für mich auch ne neue Erfahrung.

00:25:15: dieser Podcast hatte ich dir ja vorher gesagt.

00:25:18: insofern muss ich erst mal verarbeiten was hier passiert ist und wenn ich mit der Anhörung was ich jetzt alles gesagt habe dann Ich hoffe, dass ich zufrieden bin mit dem was ich hier gemacht habe und ansonsten schauen wir

00:25:30: mal.

00:25:31: Gut das klingt doch gut!

00:25:32: Dann vielen Dank für die ganzen Einblicke und fürs Vorbeikommen.

00:25:37: und ja weitermachen.

00:25:41: Danke!

00:25:41: Das war's mit dieser Folge.

00:25:43: Danke fürs Zuhören und schön, dass du in den Macher Podcast vom Künstler Kartell reingehört hast.

00:25:49: Weitermachen und bis zum nächsten Mal.

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